| Dartturnier im Fässle in Türkheim | |
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Mit freundlicher Genehmigung der Mindelheimer Zeitung
Türkheim Im Gasthaus Fässle lief am vergangenen Freitag Fußball im Fernsehen. Ein paar Leute saßen an den Tischen, tranken Bier und eiferten mit. Doch wenn man was erleben wollte, musste man ins Hinterzimmer gehen. Was wie eine gemütliche Runde unter Freunden aussah, war nicht so. „Oh-Nein“-Rufe waren keine Seltenheit. Es kämpften die „Gluck-Gluck Darters“ gegen die „Glücksbärchis“. Erstgennantes Team ist eine der Dartmannschaften der Dartfreunde Türkheim, die sich als Drittplatzierte gegen die Sechsten der Liga aus Neugablonz durchsetzen mussten. Der jüngste Dartspieler ist neun Jahre alt Mit insgesamt drei Mannschaften - den „Feigen Jäger“, „Die Planlosen“ und „Gluck-Gluck Darters“ - sind die Türkheimer im Royal Dartverband Allgäu vertreten. Dieser erstreckt sich mit insgesamt 2000 Mitgliedern von Lindau bis ins Unterallgäu. 190 Mannschaften messen sich in den Ligen von Ober- bis C-Liga im Darts. Und seit dieser Saison, also seit September, mischen auch die Türkheimer mit. Angefangen hat alles mit dem zweiten Vorsitzenden des Dartverbandes Martin Haug. „Ich betreibe seit einem Jahr das Gasthaus Fässle und habe einfach mal rumgefragt, wer an einem Dartverein Interesse hätte“, erzählt er. Und das Hinterzimmer mit seinen zwei Dartautomaten und dem großem Tisch ist für die 17 Dartfreunde - darunter drei Frauen - wie gemacht. Drei Mannschaften mit jeweils vier Spielern plus Ersatzspieler haben sich gebildet und trainieren wöchentlich immer donnerstags gemeinsam. „Da spielt man dann Spiele“, erklärt Martin Haug, „bei denen bestimmte Zahlen getroffen werden müssen.“ „Oder bei denen man einen Mitspieler quasi rauswerfen muss“, erzählt Nachwuchsdartspieler Michael Wirkner grinsend. Mit seinen neun Jahren ist er der Jüngste im Verein und kommt super zurecht. „Auch wenn ich manchmal nur Schmarrn mach“, gibt er selbst zu. Sogar gegen seinen Papa, Martin Haug, hat er schon mal gewonnen. „Es ist total toll, wenn man gewinnt.“ Für den zweiten Vorsitzenden steht die Geselligkeit im Vordergrund und dass „man halt rum kommt“. Dartspielen mache einfach Spaß. Auch Ralf Ebermann, Mitglied des Teams „Gluck-Gluck Darters“, ist begeistert. „Das besondere an diesem Sport ist die Spannung“, erzählt er. „Man will sich immer steigern und dann so früh wie möglich ausmachen - auch schon mal in der siebten oder achten Runde.“ Das Schwere am Darts sei nämlich, am Ende genau die bestimmte Zahl zu treffen, um auf Null zu kommen. Da braucht es dann auch mal mehr Versuche. Der Aufstieg ist das langfristige Ziel So ein Turnier dauert rund eineinhalb Stunden, in denen jeder Spieler der Mannschaft vier Spiele macht. Dass da die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, ist klar. Vor allem, wenn man so ein gemütliches Zimmer hat wie im Fässle. Für Martin Haug sind „Die Planlosen“ die viel versprechendste Mannschaft seines Vereins. Da hat er große Hoffnungen. „Sie sind Tabellenführer und bis jetzt ungeschlagen“, erzählt der Dartsbegeisterte. Und auch die „Feigen Jäger“ hätten als Tabellenzweiter erst ein Spiel unentschieden gespielt. Als Ziel für die erste Saison gibt er an, dass ein Aufstieg aus der C-Liga auf jeden Fall drin sein sollte. So, wie es am sechsten Spieltag schon aussieht, wird das für die eine oder andere Mannschaft wohl auch kein Problem sein.
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